Gedanken, die einen runterziehen

 

Dieser Strudel hat etwas Klares, Frisches, Lichtvolles, Dynamisch-Angenehmes. So wirkt er jedenfalls auf mich.

Ganz anders doch jene Gedankenstrudel, die uns gegen unseren Willen erfassen, in die Tiefe reissen und verschlingen. Und dann gesellt sich gleich noch der entsprechende emotionale Strudel hinzu, der uns ebenfalls auf unangenehme Weise mächtig im Griff hat. Was sich alles sehr beeinträchtigend auch auf unser körperliches Empfinden auswirkt.

Wir denken in diesem Fall nicht, wir werden – emotional kräftig eingefärbt – gedacht!

Dabei könnte es ganz anders sein!

Der erste wichtige Schritt ist, auch wenn es schwer fallen mag, zu erkennen und zu anerkennen, dass es letztlich unsere Gedanken sind, dass wir es sind, die sie – in diesem Fall offenbar halb- oder unterbewusst – erzeugen und gegen uns selber richten. Und dass wir offensichtlich nicht in der Lage sind, sie zu regulieren. – Es gilt daher zu erlernen, uns zu ressourcieren und unsere eigene Erfahrung – seien das Körperempfindungen, Emotionen oder Gedanken – moderierend zu regulieren und sukzessive zu steuern. Um so aus der Ohnmacht wieder zur Autonomie zu gelangen. Zudem gilt es zu erkennen, weshalb diese Gedanken und Gefühle da sind: so bringen wir das Ungelöste ins Licht des Bewusstseins, sodass es sich aufzulösen vermag. Und letztlich wäre es sehr gewinnbringend, wir würden Zugang zum reinen Gewahr- resp. Bewusstsein erlangen, innerhalb dessen Körperempfindungen, Emotionen, Gedanken stattfinden. Dann wären wir in erhöhtem Masse frei und selbstbestimmend!

Denn im Zustand reinen Bewusstseins kann man Gedanken und Emotionen abklingen lassen – einfach weil man es möchte.* Stille, Gelassenheit, Friede, Sicherheit gehen damit einher. Dann kann man die Situation, die einen belastet, in einem Zustand freier und klarer Bewusstheit von neuem be- und durchdenken und Über- und Einblick in das Anstehende erlangen. Die resultierende Orientierung lässt uns dann erkennen, was als nächstes ansteht und die Handlungen werden angemessen und effizient sein.

Denken, wenn es sich verselbständigt, kann zu echter Pein werden und katastrophale Folgen zeitigen. – Aber eigentlich ist Denken – wenn es nicht missbraucht wird oder sich verselbständigt – doch eine überaus kostbare Errungenschaft der Evolution! Es kommt also sehr auf den Zustand des Bewusstseins an, in dem Denken stattfindet und auf die Einstellung, aus der heraus Denken erfolgt.

Denken eröffnet einen so viele Welten! – Sofern man nicht konditioniert gedacht wird, sondern frei denken kann. Und das lässt sich erlernen!

Dann haben die Gedanken die wohltuende Klarheit und Frische des eingangs erwähnten fliessenden, lebenspendenden Wassers.

 

*: indem ich in meiner Erfahrung das, was ist, komplett zulasse (also ohne mit ihm identifiziert zu sein oder mich von ihm zu distanzieren) und mir meiner selbst als Gewahrsein bewusst bin (was Übung bedarf, aber durchaus erlernbar ist!)

 

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Posted on Januar 11, 2016 in Uncategorized

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